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Participatory Design

Auf der einen Seite sollen Organisations- bzw. Projektziele erreicht werden, gleichzeitig sollen die Anforderungen der Nutzerinnen an das Produkt erfüllt werden. Als Designerin gilt es, beide Seiten gegeneinander abzuwiegen und die richtige Balance zu finden, um beiden Ansprüchen gerecht zu werden. In erster Linie wird hier jedoch versucht, den Bedürfnissen der Zielgruppe nachzukommen. Im nutzerzentrierten Gestaltungsprozess steht der Nutzer mit seinen Bedürfnissen, Interessen, Zielen und Aufgaben im Zentrum der Entwicklung; er wird als Maßstab für die Umsetzung des Produktes gesehen. Für das Catrobat-Projekt sollten die Mädchen aktiv in den Gestaltungsprozess involviert werden. Sie sollten durch ihre Mitarbeit und ihr Feedback direkten Einfluss auf Design- und Entwicklungsentscheidungen nehmen. Um entscheiden zu können, welche Arbeitsweisen sich für die Zusammenarbeit eigneten, wurden verschiedene Methoden analysiert. Diese Methoden sind dem Partizipativen Design zuzuordnen.

In einem Zeitraum von zwei Wochen wurden drei Design-Workshops abgehalten. Insgesamt haben 26 Mädchen im Alter von 12-17 Jahren daran teilgenommen. Die beteiligten Schulen hatten jeweils einen unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkt, und die Schülerinnen besuchten unterschiedliche Schulklassen; dies sollte die Diversität gewährleisten. Die Durchführung der Workshops diente vorwiegend der Generierung von Ideen für Spiele-Apps und dem anschließenden Erstellen von Papier-Prototypen. Die Workshops zielten darauf ab, einen Einblick in die Gedankenwelt der Mädchen zu gewinnen. Es sollte herausgefunden werden, für welche Spiele sich Mädchen begeistern können.